Aus der DS: Volksgemeinschaft statt Klassenkampf! – Eine Erwiderung auf Jürgen Schwab

Deutsche Stimme

Der nachfolgend wiedergegebene Beitrag wurde der aktuellen Ausgabe (November 2010) der NPD-Parteizeitung „Deutsche Stimme“ entnommen. – Die Redax

Volksgemeinschaft statt Klassenkampf !

Eine Erwiderung auf Jürgen Schwab

Wenn sich heute zwei Menschen in Deutschland über ein und denselben Begriff unterhalten, kommt es nicht selten vor, daß dabei grundverschiedene Auffassungen geäußert werden und der eine die Sichtweise des anderen nicht begreifen oder auch nur nachvollziehen kann.

In  Jahrzehnten demokratischer Atomisierung des Volkskörpers in nur an sich selbst denkende Individuen wurde unsere Nation in soviele Anschauungen zerissen, wie sie Angehörige zählt. Ein jeder erträumt sich nach seinen Bedürfnissen und Wunschvorstellungen die Welt, wie sie ihm gerade gefällt. Die dadurch zwangsläufig entstandene geistige Leere und der daraus resultierende ideelle Werterelativismus ist auch am Nationalen Widerstand nicht spurlos vorüber gegangen. So finden wir heute im gesamten nationalen Lager weder eine politische Generallinie vor, noch eine verbindliche Definition von alltäglich verwendeten Begriffen elementarer Natur, dafür aber allzuoft einen Widerstreit des Verständnisses und der Darlegungen von inhaltsschweren Bezeichnungen.

Einer, der mit seinen Schriften und Kolumnen versucht hier Abhilfe zu schaffen, ist der streitbare Publizist Jürgen Schwab. In seinen regelmäßig veröffentlichten Beiträgen bemüht er sich darum eine ideologische Definitionshoheit zu erlangen und zumeist nur schwammig erklärte Begriffe mit Inhalten zu füllen, wobei ihm  -der sich selbst als „nationalrevolutionär“ verortet-  insbesondere soziale und sozialökonomische Fragen am Herzen liegen. Auch die „Deutsche Stimme“ bot ihm in ihrer August-Ausgabe unter der Überschrift „Die Rechte muß ihr soziales Profil schärfen!“ in einem Interview Raum für die Ausbreitung seiner vielfach kontrovers beurteilten Thesen.

In dem besagten Gespräch liefert Schwab einen sehr interessanten Einblick in sein Politik- und Geschichtsverständnis, wenn er formuliert: „Der schlimmste Fehler besteht darin, wenn nationale Kräfte heute wieder in die Rolle der Freikorps der Jahre 1919 und 1920 zu schlüpfen versuchen, um die bürgerliche, das heißt kapitalistische »Demokratie« gegen eine soziale Revolution zu verteidigen.“

Kommunistische Schreckensherrschaft

Leider waren aber die blutigen Aufstände der extremen Linken in den Jahren 1919 und 1920 alles andere als eine „soziale Revolution“. Die mit äußerster Brutalität vorangetriebenen Unruhen führten in Wahrheit zu einem blutigen Bürgerkrieg, an dessen Ende kein freies und souveränes Deutschland stehen sollte, sondern mit der sog. „Diktatur des Proletariates“ eine Terror- und Schreckensherrschaft von Russland aus ferngesteuerter Kommunisten.

Was sich unter den Fahnen der USPD, des Spartakusbundes und anderer kommunistischer Verbände zusammenrottete um gegen die Weimarer Republik den Ansturm zu wagen, war nicht die um ihre soziale Befreiung ringende Arbeiterschaft, sondern marodierender Pöbel. Überall dort, wo von diesen traurigen „Revolutionären“ die Regierung der Räte ausgerufen wurde, trat auf der ganzen Linie der Mob die Herrschaft an. Es wurde geplündert und geraubt, es krachten Schüsse, Geschäfte wurden gestürmt, willkürliche Verhaftungen und auch Hinrichtungen waren an der Tagesordnung, wie unzählige zeitgenössische Darstellungen in erschreckender Deutlichkeit belegen.

Das hatte alles nichts mit einer „sozialen Revolution“ zu tun, sondern war purer Terror, den besonders vaterländisch gesinnte Deutsche über sich ergehen lassen mussten. Den aus dem Felde heimgekehrten Soldaten der Reichswehr wurden von den „Revolutionären“ die Achselstücke und die Orden von der Uniform gerissen und oftmals wurde ihnen ins Gesicht gespuckt, wenn sie Widerstand gegen diese Demütigung leisteten.

Unfähig diesem Aufstand des Pöbels aus eigener Kraft heraus Herr zu werden, bedienten sich die damaligen Machthaber der SPD der Hilfe von Freiwilligenverbänden, den sogenannten Freikorps, um wieder Ruhe und Ordnung im Reich einkehren zu lassen. Innerhalb kürzester Zeit gelang es den Freikorps die Unruhen zu beenden und die staatliche Ordnung zu stabilisieren.

Marxistische Irrtümer

Dabei waren die allerwenigsten Freikorps-Angehörigen, die in der Regel glühende Nationalisten und ebenso wie die Kommunisten entschiedene Gegner der neuen Ordnung von Weimar gewesen sind, für die Republik zu Felde gezogen. Diese Männer trieb alleine die berechtigte Sorge um Volk und Vaterland in Frontstellung zu den aufständischen Kommunisten und nicht der Wunsch die Republik am Leben zu erhalten. Ohne den Einsatz dieser Männer, das war ihnen damals bewußt und sollte auch einem jeden von uns heute erneut bewußt werden, wäre über Deutschland kein sozialer Segen gekommen wohl aber Terror, Anarchie, Mord und Unterdrückung.

Wer heute das Putschen und Zerstören unter den roten Fahnen der Kommunisten als „soziale Revolution“ verniedlicht und den heldenhaften Einsatz der nationalistischen Freikorps gegen die extreme Linke als „Verteidigung der bürgerlich-kapitalistischen Demokratie“ abklassifiziert, begeht eine Tatsachenverdrehung im größten Ausmaß und stellt sich argumentativ in eine geistige Linie mit kommunistischen Geschichtsklitterern.

Aber auch gänzlich unabhängig von der Beurteilung vergangener Geschehnisse finden sich in den Schwab´schen Ausführungen noch andere Tendenzen, die dringend eine Erwiderung verdienen. Beispielsweise sind die – durchaus vernünftigen – Forderungen der „Linkspartei“ nach Verstaatlichung von Privatbanken, erweiterter Arbeitnehmermitbestimmung und Gewinnbeteiligung für Schwab von einem „wirklichen Sozialismus noch meilenweit“ entfernt. Er fordert stattdessen einen konsequenten Klassenkampf, indem er bekrittelt, dass die deutsche Rechte von „einer Volksgemeinschaft ausgeht, in der man es allen Deutschen Recht machen kann – vom bislang Erwerbslosen bis hin zum Milliardär“.

Für einen Marxisten stellt der Klassenkampf das absolute Prinzip der menschlichen Entwicklung dar. Im Klassenkampf vollzieht sich nach marxistischer Theorie unvermeidlich der Übergang vom Feudalismus zum Kapitalismus, von diesem zur Herrschaft des Proletariats und schließlich in eine klassenlose Gesellschaft mit Gemeineigentum an Produktionsmitteln und ohne jegliche Herrschaftsstrukturen. Als politische und wirtschaftliche Theorie ist der Marxismus natürlich längst durch die Realität widerlegt worden und heute existiert er nur noch als weltlicher Religionsersatz bei kommunistischen Sekten weiter, die den Klassenkampf als zwangsläufig und unvermeidbar propagieren.

Volksgemeinschaft statt Gleichmacherei

Natürlich ist der Klassenkampf eine internationale wie auch nationale Tatsache – aber diese Tatsache darf niemals dazu verleiten ihn in marxistischer Denkweise als unumgänglich oder gar fördernswert zu betrachten! Der Klassenkampf kann durch Brechung der Zinsknechtschaft, der Verwirklichung einer korporativen Volkswirtschaft sowie der Erziehung zu Gemeinnutz anstelle von Egoismus und Eigennutz beseitigt werden. Und das ohne die fortwährend Ausbeutenden mit den wirtschaftlich Unterdrückten um den Platz an der Sonne kämpfen lassen zu müssen. Der ewige Klassenkampf würde in letzter Konsequenz entweder chaotische Gleichmacherei bedeuten oder aber bloß die miteinander ringenden Parteien die Plätze tauschen lassen. Die Einheit der Nation, die Gemeinschaft des Volkes aber würde er niemals dauerhaft ermöglichen.

Wir brauchen deshalb keine Aufbereitung aus sich selbst heraus scheiternder, weil gegen die Lebenswirklichkeit gerichteter Ideen sondern ein radikales Umdenken. Vor allem hinsichtlich des Verständnisses der Nation als der Willens- Schicksals- und Brotgemeinschaft aller Deutschen.

In seinem persönlichen Leben muß jeder Deutsche sich wie ein taugliches Mitglied der Gemeinschaft – also des Staates in seines Wortes bester Bedeutung – verhalten, in all seinem Tun sich dem Wohlergehen der Nation verpflichtet fühlen. Vom Staat muß er dafür die Freiheit als Einzelwesen sicher zu leben und sich gemäß seinen Fähigkeiten und Veranlagungen frei entfalten zu können, erhalten. Diese Synthese aus persönlicher Freiheit und Dienst an der natürlichen Gemeinschaft, die über allem steht, ermöglicht den Weg zum unvefälschten Sozialismus.

Dieser Sozialismus aber kann nur auf der Basis einer wahren und gesunden Volksgemeinschaft Wirklichkeit werden. Diese Volksgemeinschaft wird durch den Willen zur Gemeinschaft, zum wahren Sozialismus, erkämpft und nicht durch Standesdünkel oder Klassenkampf.

Axel W. Reitz


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1 Response to “Aus der DS: Volksgemeinschaft statt Klassenkampf! – Eine Erwiderung auf Jürgen Schwab”



  1. 1 » Volksgemeinschaft statt Klassenkampf ! F.N.A.L Trackback zu November 5, 2010 um 12:46 pm

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