Aus aktuellem Anlaß: Axel Reitz im Interview mit NID Infoblog

NID Infoblog: Auf dem Netzportal “Gesamtrechts” ist ein Artikel über Sie erschienen, der Ihnen eine maßgebliche Rolle beim angeblichen “Richtungsstreit” in der NPD-NRW zuschreibt. Wie sehen Sie selbst die Lage?

Axel Reitz: Die Meldung, daß in der NPD-NRW ein handfester „Richtungsstreit“ entbrannt sein soll, gehört ebenso ins Reich der Wunschvorstellungen wie die Behauptung, ich würde dabei eine tragende Rolle spielen. Natürlich finden sich bei einer alles anderen als homogenen Partei wie der NPD, die in der jüngsten Vergangenheit verschiedene Entwicklungsschübe durchlebt hat und noch immer in ihrer Gesamtheit um Form und Gestalt ringt, konträre Positionen in den Reihen der Mitglieder. Das ist aber alles nichts Neues, sondern seit Jahr und Tag ein Dauerzustand in der Partei und darüber hinaus für das gesamte nationale Spektrum ingesamt. Aus der für jeden halbwegs Informierten offensichtlichen Tatsache des Bestehens verschiedener Strömungen und gegensätzlicher Anschauungen nun eine Auseinandersetzung, welche die Reihen der NPD in NRW durchzittern soll, zu konstruieren, ist nur ein billiger und leicht zu durchschauender Versuch der eigennützigen Stimmungsmache sogenannter „politikfähiger“ Kreise.

NID Infoblog: Ist Ihnen bei Ihrer Arbeit vor Ort tatsächlich eine so große Diskrepanz zwischen den angeblich “radikalen Kräften” die man gemeinhin Ihrem Umfeld zuordnet und den sich doch “bürgerlicher” gebenden, in der Regel parteigebundenen Personen aufgefallen?

Axel Reitz: Nun, hier in der Region arbeiten Partei und freie Kräfte erfreulicherweise sehr eng -und ich möchte sagen auch sehr erfolgreich zusammen. Dies ist allerdings nur möglich, weil man sich hier gegenseitig achtet und respektiert, sowie Verständnis für die jeweilige Situation des anderen mitbringt. Es bleibt dabei natürlich nicht aus, daß man auch mal unterschiedlicher Meinung ist und hier und da gegensätzliche Auffassungen ausdiskutiert werden müssen. Große, die politische Arbeit überschattende Diskrepanzen oder gar Zerwürfnisse aufgrund unterschiedlicher Positionen gab und gibt es aber nicht, da über allen Unterschieden ein gemeinsames Wollen steht, was in den letzten Wahlkämpfen in einer geregelten Zusammenarbeit sichtbaren Ausdruck fand.

NID Infoblog: Ganz direkt gefragt: Wie stehen Sie zu den Äußerungen, dass Sie durch Ihr Auftreten (bei GR als “Hollywood-Nazi” bezeichnet) und Ihre Ansichten der Nationalen Sache mehr schaden als nutzen würden?

Axel Reitz: Wer radikale Ansichten vertritt, der polarisiert. Von daher ist es wenig verwunderlich, daß ich als exponierter Vertreter einer radiklalen politischen Richtung mit Kritik aber auch mit Hetze und Diffamierung bedacht werde. Für Kritik habe ich jederzeit ein offenes Ohr, solange sie konstrutiv ist und von gutem Willen getragen wird. Der politische Gegner, gleich ob Antifaschist, Gutmensch oder „Politkfähiger“ in den vermeintlich eigenen Reihen, lässt diesen guten Willen in der Beurteilung meiner Aktivitäten und der u.a. von mir vertretenen Anschauungen und Ansätze allerdings allzu oft deutlich vermissen. Anstatt sich mit Inhalten nüchtern auseinanderzusetzen, wird von interessierten Kreisen ein Bild von mir und meinem Wollen gezeichnet, welches mit der Realität in etwa soviel gemein hat wie der Menschenfresser Idi Amin mit vorbildlicher vegetarischer Lebensführung… Ob und inwiefern meine politische Betätigung aber einen Nutzen mit sich bringt, möchte ich mir nicht anmaßen selbst zu beurteilen. Darüber muß sich jeder gemäß seiner eigenen Ziele und Grundsätze persönlich ein eigenes Bild machen. Und wenn bei einigen tausendmal Gescheiten, berufsmäßigen Querulanten und erklärten politischen Gegnern dieses Bild ganz und gar ungünstig ausfällt, liegt das in der Natur der Sache und stört mich nicht sonderlich. Im Gegenteil, es würde mir eher Anlaß zur Sorge geben wenn politische Wechselbälger und notorische Hetzer auf einmal lobende Worte für mich und meine Tätigkeit finden würden. Dann wüßte ich, es läuft etwas verkehrt. Denn für mich gilt: Sage mir wer Dich lobt und ich sage Dir wer Du bist. Im umgekehrten Falle ist aber nicht minder richtig festzustellen: Sage mit wer über Dich hetzt, und ich sage Dir wer Du bist. Unter diesem Aspekt betrachtet kann ich durchaus damit zufrieden sein von Reaktionären, Rechts-Liberalen, Philo-Semiten und Geldsack-Patrioten gescholten und verdammt zu werden. Wer diese Elemente kennt, weiß deren Aussagen entsprechend zu werten.

NID Infoblog: Von einigen sich als NPD-Mitglieder ausgebenden Kommentatoren auf GR wurden auch die Rufe laut, dass Sie als Nichtmitglied der Partei unnötigen Schaden zufügen würde. Wie stehen Sie zu dem Vorwurf bzw. wie würden Sie selbst Ihr Verhältnis zur NPD in NRW darstellen?

Axel Reitz: Ein Schaden muß immer messbar sein und es dürfte den Kritikkastern, die mir den Vorwurf machen, ich würde der NPD Schaden zufügen, schwer fallen einen solchen nachzuweisen, denn die Fakten sprechen eine andere Sprache. Als Direktwahlkandidat der NPD habe ich beispielsweise bei der letzten Bundestagswahl in meinem Wahlkreis 1,5% der Stimmen geholt, wohlgemerkt 0,5% mehr als die Partei im Kreis und auch im Landesdurchschnitt, der bei 1% lag. Das ist natürlich kein Grund zu frohlocken und in Jubelarien auszubrechen, es zeigt aber, daß mit meiner Kandidatur keine negativen Folgen für den Ausgang der Wahl entstanden sind, womit eines der am häufigsten von sog. „Politikfähigen“ gegen mich ins Feld geführten Argumente bereits entkräftet ist. Auch der Kontakt mit den Bürgern anläßlich der durchgeführten Flugblattverteilaktionen und Infostände im Wahlkampf verlief durchweg positiv und das in vielen Fällen gerade aufgrund meines Bekanntheitsgrades. Wenn nun behauptet wird, ich würde der nationalen Sache schaden, weil ich radikale Ansichten vertrete, ist das nur ein weiterer Versuch der nicht gerade für ihren Aktivismus und ihre Einsatzbereitschaft bekannten reaktionären Kräfte, das eigene Unvermögen dadurch zu kaschieren, indem ein Sündenbock präsentiert wird, den man für das Versagen der eigenen Politik verantwortlich macht. Nur kindlich naive Gemüter fallen auf solche Manöver herein, denn es ist ja mehr als offensichtlich, daß es gerade jene sind, die mich und andere Straßenaktivisten für unseren Einsatz bekritteln, selbst aber durch Untätigkeit und Phlegmatismus glänzen. Anstatt über die vielleicht aufrichtig als kontraproduktiv empfundene Arbeit anderer zu meckern und neunmalkluge Ratschläge vom grünen Tisch aus zu erteilen wäre es sinnvoller, sich selbst aktiv und durch eigenen Einsatz darum zu bemühen, es besser zu machen und einen Gegenpol zu jenen zu bilden, die man als Unsegen für seine Zielvorstellungen empfindet. Darauf wartet man aber in den meisten Fällen vergeblich, was die geäußerten Vor- und Anwürfe aus den Mündern dieser Sorte Mensch nicht gerade glaubwürdiger macht.

Mein Verhältnis zur NPD in NRW würde ich indes im allgemeinen als gut beschreiben. Natürlich bin ich nicht mit allem einverstanden, was in der Partei geschieht, und genauso wie mir einige NPD´ler mit Vorbehalten und Skepsis begegnen, bin ich auch nicht jedermanns Freund, der sich unter der Fahne der Partei eingefunden hat, aber dessen ungeachtet halte ich kameradschaftlichen Kontakt sowohl zu verschiedenen regionalen Verbänden als auch zu Mitgliedern des Landesvorstandes und zum Landesvorsitzenden Claus Cremer selbst.

NID Infoblog: Wie bewerten Sie insgesamt den seit längeren andauernden Streit zwischen sog. “Politikfähigen” und angeblichen Vertretern des “NS-Flügels” im Nationalen Parteienspektrum?

Axel Reitz: Das, was gemeinhin als parteipolitische „Rechte“ bezeichnet wird, war von Anfang an aus den verschiedensten Elementen zusammengesetzt, die sich in ihrer Ausrichtung inhaltlich mitunter diametral gegenüberstehen. Es ist meiner Ansicht nach deshalb ein Gebot der Wahrhaftigkeit, wie ein Gebot der politischen Überlegung (und zwar seitens aller Teile), daß diese verschiedenartige Zusammensetzung einmal in einer reinlichen Scheidung sichtbar werden muß. Ohne klare Herausbildung eines Programmes, Vertiefung und Verankerung einer politischen Idee und der Durchführung derselben unter Ausschaltung aller Widerstände wird sich keine der vorhandenen politischen Strömungen jemals durchsetzen können, sondern sich in fortwährenden Prozessen ständiger Reibung und wechselseitiger Gestaltungskämpfe in einer unnatürlichen Kuppelung einander widerstrebender Elemente aushebeln. Den von vielen wohlmeinenden Nationalen als unselig betrachteten Streit um Ausrichtung, Wesen und Gestalt des politischen Weges erachte ich aus den vorbenannten Gründen als eine der wesentlichen Grundvoraussetzungen dafür, die derzeit noch allerorts vorherrschende Zerrissenheit und geistige Führungslosigkeit des nationalen Lagers zu überwinden und als einheitliche politische Formation den Kampf um Deutschlands Erneuerung und Gesundung aufzunehmen. Persönlich halte ich es dabei für ausgeschlossen, daß die bürgerlichen und an längst überlebten Formen festhaltenden sog. „realpolitischen“ Kräfte auch nur ansatzweise imstande sein werden, einen solchen Kampf erfolgreich zu führen. Ihr ganzes Denken ist systemkonform und so fehlt ihnen Kraft, Entschlossenheit und Bereitschaft mit dem Alten zu brechen und auch unter Aufnahme persönlicher Opfer den steinigen Weg zum Aufbruch in ein neues Denken und Handeln zu beschreiten. Diese Kreise tarnen ihr Unvermögen und ihren Unwillen dem System den Krieg zu erklären mit defätistischen Feststellungen und versuchen im Grunde nichts anderes, als ihre eigenen Schäfchen so gut es geht ins Trockene zu bringen und vielleicht hier und da noch ein Stückchen Einfluß zu ergattern, um den fortschreitenden Zerfall solange aufzuhalten bis die eigene Existenz nicht mehr gefährdet erscheint, da mehr ja doch nicht zu erreichen sein soll. Damit kann, darf und will ich mich nicht abfinden und viele andere Kameraden zum Glück auch nicht! Das radikale Spektrum muß sicherlich noch vielzählige Kinderkrankheiten in den Griff bekommen, sowie die Irrungen und Wirrungen überwinden, die es immer wieder schütteln und durchzittern. Dieses in seiner Gesamtheit unerfreulich anmutende Bild kann aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die radikale Idee einer Überwindung des Systems heute schon allgegenwärtig ist und sich fest in den Köpfen der Jugend verankert hat. Vorbei ist die Zeit, wo die nationale Bewegung von einer Handvoll Männer getragen und repräsentiert wurde. In jeder deutschen Stadt finden sich heute mindestens nationale Cliquen, fast immer organisierte Strukturen und oftmals sogar mehrere Gruppen und Kameradschaften. Verbote und Unterdrückung vermochten das Anwachsen radikaler Zusammenhänge nicht zu verhindern und daran wird sich auch in Zukunft nichts mehr ändern. Wir verfügen in Deutschland wieder über eine große Anzahl von Anhängern, Freunden und Sympathisanten. Aus diesem Potential einen politischen Faktor, eine wahrhaftige Bewegung zu formen, ist die große Aufgabe,die noch der Lösung harrt. Bis wir mit radikaler Ausrichtung die Massen gewinnen, muss noch viel getan werden, aber wir nennen denkbar günstige Voraussetzungen unser eigen. Voraussetzungen, die von reaktionären Kräften, die sich anpassen und dabei zwangsläufig im System aufgehen, nicht genutzt werden können. Es tut heute nicht Not, den Menschen zu erzählen, was sie hören wollen, sondern ihnen die kalte und harte Realität mit all ihren Konsequenzen vor Augen zu führen. Und die sieht so aus, daß wir als Volk, Kultur und Nation untergehen werden, wenn wir nicht endlich anfangen zu kämpfen. Diesen Kampf aber wollen und werden nicht die „Politikfähigen“ führen, soviel steht fest, sondern nur die radikalen Aktivisten.

NID Infoblog: Herr Reitz wir Danken Ihnen für Ihre Antworten!

Quelle: http://nidinfo.wordpress.com/2010/03/06/exklusiv-axel-reitz-im-interview-mit-nid-infoblog/

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